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Bleifreies Kristallglas. Was macht den Unterschied?

Stellen Sie sich vor, Sie halten eine Vase aus der Pear-Kollektion in den Händen – ein einzigartiges Designmeisterwerk, gefertigt aus 25 Kilogramm bleifreiem Kristallglas und in perfekt scharfe Kanten geschliffen. Sie haben die Ehre, die edelste Form von Glas zu berühren. Es besticht durch seine Reinheit, Härte und optische Eigenschaften. Bleifreies Kristallglas ist zudem umweltfreundlicher. Betrachten wir es genauer.

Während Sie bei anderen Glasherstellern noch immer Bleikristall finden, suchen Sie bei Moser-Produkten vergeblich danach. Der Grund, warum manche Glashütten dieses Schwermetall verwenden, ist simpel und rein praktischer Natur. „Es reduziert die Härte des Glases, wodurch es sich leichter bearbeiten, dekorativ schleifen und chemisch polieren lässt“, erklärt Martin Prokeš, ein Techniker mit zehnjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet. „Die Zugabe von Blei verlängert auch die Zeit, in der das Glas formbar ist, es schmilzt besser und bei niedrigeren Temperaturen.“ Die Herstellung dieses Glases ist daher kostengünstiger.

Produkte, die Blei enthalten, erkennen Sie oft auf den ersten Blick. Beachten Sie nur die regenbogenfarbenen Reflexionen und den ausgeprägten Glanz, wie er oft typisch für Souvenirs ist, die wir hauptsächlich aus den Schaufenstern von Touristengeschäften kennen. Die Verwendung von Blei hat jedoch nicht nur ästhetische Auswirkungen, sondern sie beeinflusst vor allem die Umwelt und die Gesundheit all derjenigen, die damit arbeiten. „Während der Herstellung können Glasmacher und Schleifer Bleipartikel einatmen“, erklärt Martin Prokeš.

Blei belastet nicht nur den Menschen, sondern auch die Natur. „Das Schmelzen von Glas erzeugt Emissionen und flüchtige Stoffe, die dann in die Umwelt freigesetzt werden“, erklärt Mária Šmihulová, Chemikerin und Technikerin bei Moser. Gleichzeitig weist sie jedoch auf mehrere Mythen hin, die über dieses Element kursieren, das im Periodensystem als Pb (vom lateinischen plumbum) geführt wird. „Wenn Sie aus einem Bleiglas trinken, werden Sie sich nicht vergiften. Blei ist darin chemisch gebunden.“ Glücklicherweise führen Ökologie und das wachsende Interesse am Umweltschutz trotzdem dazu, dass die Verwendung von Bleikristall abnimmt.

6 interessante Fakten über Kristallglas von Moser

  • Moser-Kristallglas besteht aus einer Mischung aus hochwertigstem Glassand, Soda, Kaliumcarbonat (Pottasche), Kalkstein und anderen Komponenten. Es enthält kein Blei und ist daher schonend für Natur und Menschen.
  • Seine Zusammensetzung wird regelmäßig und streng bei Kontrollen überprüft: Unter anderem wird geprüft, ob es tatsächlich kein Blei enthält.
  • Es hat eine größere Härte als Bleikristall, daher ist es schwerer zu schleifen. Dadurch ist die Arbeit der Schleifer aufwendiger und anspruchsvoller. Hartes Glas ermöglicht jedoch die Entstehung scharfer, handpolierter Kanten, die typisch für Moser sind. Bei Bleikristall, das durch Eintauchen des gesamten Objekts in Säure poliert wird, sind die Kanten stumpfer und abgerundeter.
  • Dank der Härte des bleifreien Kristalls können Graveure damit ihre Meisterwerke schaffen, die scharf und präzise sind. Im vergangenen Jahr wurde der Moser Graveur Tomáš Lesser vom französischen Kulturministerium für sein Lebenswerk mit dem Titel Chevalier de l'Ordre des Arts et Lettres (Ritter des Ordens für Kunst und Literatur) ausgezeichnet.
  • Bei der Färbung verwendet Moser eine eigene Farbpalette, die auf den Nuancen ausgewählter Edelsteine basiert. Die Kristallkunstwerke schaffen ein atemberaubendes Schauspiel voller Farben, Licht und Schatten. Erfahren Sie mehr über die einzelnen Töne und die Färbung von Kristall.
  • Moser verwendet seit dem Bau der Glasmanufaktur im Jahr 1893 bis heute ausschließlich bleifreies Kristallglas.

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